120 Jahre Renault

  • Auch das ist Renault: Ein Pariser Linienbus aus den 30-er Jahren. Foto Oldtimerreporter.Haehnel


    Spätestens alle zehn Jahre werden runde Geburtstage gefeiert. Auch bei Autoherstellern - zumindest bei den traditionsbewussten. Einer der größten Hersteller der Welt, zusammen mit Nissan, ist Renault. Und der feiert in diesem Jahr seinen hundertzwanzigsten – zu Weihnachten.
    Wie kaum einem anderen Autobauer gelingt es Renault, einerseits die Massen zu mobilisieren und andererseits immer wieder das Besondere, den Aha-Effekt zu realisieren.Hier der...

  • Sie hielt sich stets dezent im Hintergrund, wenn andere Verwandte nach sportlichem Lorbeer lechzten. Dabei war sie unverzichtbar in den Fahrerlagern der Alpine- und Renault-Teams. Auch für die Händler und Werkstätten wurde sie bald ein wichtiger Helfer. Foto: Renault


    Man spricht nicht über das Alter von Damen. Aber hier tun wir es. Weil wir gratulieren wollen. Herzlichen Glückwunsch. Der Name des Geburtstagskinds der Familie Renault: Estafette. Geboren wurde sie vor 60 Jahren, 1958. Sie entwickelte sich prächtig und wurde auch schnell äußerst beliebt. Auch wenn sie in jungen Jahren noch etwas schwächlich war. Ihr Motor mit 845 cm³  leistete 31 PS, sie bekam ihn von ihrer Schwester Dauphine.
    Als sie älter wurde legte sie auch an Leistung zu. Eine neue Schwester, R8 getauft, lieh ihr 1962 ihren Motor, der aus 1108 cm³ 42 PS mobilisierte. Eine letzte Vitaminkur verpasste man dem Fräulein-Wunder der Franzosen 1968, da bekam sie den Motor ihrer Schwester R12, der aus 1289 cm³ 45 PS bereithielt. Der Renault-Kenner wird nun aufschreien. 1968? R12? Fehler! Der kam erst 1969. Da hat er Recht, der Kenner. Und doch stimmt es. Denn ein Jahr vor dem Debüt in Frankreich liefen Dacia 1300 in Rumänien vom Band. Bis ins Detail originale R12. Bis zum Motor. Stichwort Dacia: 1975 erschien eine Cousine der Estafette, die baugleiche Dacia D6, die man von 1975 bis 1978 in Osteuropa verkaufte. In Frankreich war...