Das Protos-Logo 1930. Foto: Markus


NAG – was ist das denn? Selbst Oldtimerfreunde kennen das Kürzel häufig nicht: „Nationale Automobilgesellschaft“, vorher „Neue Automobil Gesellschaft“ bedeutet das.
AEG-Gründer Emil Rathenau hatte mit seinem Sohn dem AEG-Direktor Walther Rathenau 1901 den Fahrzeugbau in den Hallen des AEG-Kabelwerkes Oberspree (KWO) aufgenommen.
Im selben Jahr wurde die 1899 gegründete Allgemeine Automobilgesellschaft (A.A.G) übernommen und damit ging auch der von ihre gebaute Klingenberg-Elektrowagen in den Bestand der NAG ein. Bald mussten neue Räume her und ein...

...„Star-Architekt“ seiner Zeit, Peter Behrens, baute für die Rathenaus ein „paar Meter weiter“ den Peter-Behrens-Bau als neue Auto-Fabrik. Luxuskarossen gehörten genauso wie LKW und Omnibusse zum Portfolio des Herstellers, darunter später auch die berühmte Marke Protos. Die Eröffnung der Fabrik jährt sich am 1. Oktober 2017 nun zum hundertsten Mal.
Deshalb feiert ganz Schöneweide an diesem Tag den 100. Geburtstag. Dann wird die Wilhelminenhofstraße von 12 bis 18 Uhr zur Festmeile, die mit geöffneten und geschmückten Geschäften und vielen Mitmach-Aktionen zu Entdeckungen einlädt. Ein Korso mit Oldtimern und aktuellen Elektro-Autos macht nochmals die Wurzeln der NAG deutlich, die ja einst mit dem Klingenberg-Elektrowagen begonnen hatte.
Das Fest-Motto »Boxenstopp« erinnert an die Zeit, als Schöneweide der "Hotspot" der Berliner Autoproduktion war.

Ein NAG Typ C 4b aus der Sammlung des Deutschen Technikmuseums Berlin, gesehen im Foyer der Hochschule für Technik und Wirtschaft im KWO-Gebäude in Berlin-Oberschöneweide.
Das Modell wurde von 1922-24 gebaut. Sein 2,5-Liter-Vierzylinder-Motor bringt in der letzten Version 45 PS an die Antriebsräder. Damit erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von rund 100 km/h. Foto: Oldtimerreporter.Haehnel

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