Oldtimer aktuell

"Fulldresser": Sogar zeitgenössisches Zubehör ist vorhanden. Ob das Radio noch spielt? Fotos(2): The PROtograph


Scheunenfundgeschichten fangen immer gleich an: „Opa hat da noch…“. Doch immer seltener werden neue geschrieben. Insbesondere über Oldtimer aus der Zeit kurz nach dem Krieg. Und schon gar nicht über „West“-Oldtimer, die im „Osten“ auftauchen.

Das Epizentrum des nun folgenden Berichts liegt in Thüringen, genauer: in der Region um Saalfeld. Es ist so eine richtig schöne Geschichte vom Dorf. Ein paar Jungs haben sich den Luftboxern aus Wolfsburg verschrieben. Auf einen Teilbereich der Restaurierung, das Strahlen, haben sie sich spezialisiert und das Hobby vor drei Jahren zum Beruf gemacht. Nennen sich jetzt Strahlwerk Deluxe.
Etwa zur selben Zeit begab es sich, dass sie beim Weihnachtstanz im Dorfkrug angesprochen wurden. Opa hätte da einen „alten VW“ zu stehen, ob sie sich den mal angucken wollten. Die Frage war rhetorisch, am nächsten Tag und im übernächsten Dorf trauten die VW-Spezialisten ihren Augen nicht: Was ihnen dort hinter und unter ganz viel Gerümpel entgegenblinzelte, war nichts weniger als das Brezelfenster. Weggestellt hatte der ältere Herr den Krabbler...

Langversion der Mercedes-Niederlassung Berlin, mit Benzinmotor - ex Feuerwehr. Was wäre die Van-Oldtimerszene ohne die Überlebenden aus den pflegenden Händen der Freiwilligen Wehren. Foto: Oldtimerreporter.Haehnel


1942, mitten im Krieg, havarierte der Sternenfrachter L1100. Daimler-Benz stand plötzlich in der Klasse der 3,5-Tonner ohne adäquates Exemplar da. Aber man hatte eh andere Sorgen. Bis es einen Nachfolger diese Modells geben würde, sollte es länger dauern. Erst 1955 präsentierte „der Daimler“ einen neuen 3,5-Tonner. Damals noch nicht ahnend, dass dieser Wagen ganze Transporter- Generationen prägen und den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Mercedes-Flotte legen würde.

Den ersten Prototypen, LW317 genannt, zeichnete eine geteilte Frontscheibe aus. Außerdem verfügte er noch über Selbstmördertüren und den Einstieg vor der Vorderachse. Es ließ sich nicht leugnen, dass die Modelle französischer Marken den Mercedes-Entwurf beeinflussten. In der Serie jedoch konnte man es besser machen als die Gallier. Vor allem der Einstieg hinter der Vorderachse erleichterte den Alltag der Chauffeure. Technisch konnte man auf die Verwandtschaft zählen, der 1953 vorgestellte Mercedes 180 steuerte einiges bei. Vor allem den Motor, der als Selbstzünder 43 PS mobilisierte. Für einen PKW der...

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