Ami-Klassiker


Es gibt viele! Mehr als wir dachten! Und zwar Freunde amerikanischer Fahrkultur. Die haben hier ihre eigene Rubrik.
Überwiegend gefüttert von unserem Ami-Spezialisten Arild Eichbaum. Und immer gern auch dirket aufgerufen über www.vintage-ami.de. Viel Spaß dabei!

Der AMC Gremlin auf Basis eines gekürzten Hornet war für damalige Verhältnisse schon gewagt, der rundliche AMC Pacer mindestens revolutionär. Zumindest die Karosserie.
Einerseits baute der AMC bei 254 cm Radstand mit 436 cm sehr kurz, andererseits glichen Höhe und Breite von 136 respektive 196 cm zeitgenössischen Fullsize-Limousinen. So war es auch nur richtig, dass AMC den im Februar 1975 lancierten Pacer als „the first wide small car“ anpries. Der hohe Glasanteil machte den ersten breiten Kleinwagen mit angesagtem Schrägheck sehr übersichtlich, die reichlich installierten Karosserieverstärkungen wie etwa der Seitenaufprallschutz den Pacer sehr sicher. So sicher, dass er in vielen Destruction Derbies nicht zugelassen, da zu überlegen war. Schwer allerdings auch: Ohne jegliche Extras kam der AMC Oldtimer in Grundausstattung schon auf satte 1.440 kg. 

Nach der großen Modellpflege im Vorjahr fielen die Neuerung am Jeep Grand Wagoneer 1987 eher spärlich aus. Für Jeep als Mutter des betagten wie beliebten Grand Wagonner passierte um so mehr – am 2. März 1987 übernahm Chrysler AMC und damit auch Jeep. So hatte der 86er Jeep Grand Wagoneer ein neu gestaltetes Armaturenbrett in Holzoptik mit verbesserter Klimasteuerung und eine überarbeitete Lenksäule mit Bedienhebeln für Beleuchtung und Scheibenwischwaschanlage sowie neuem Lenkrad bekommen. Außen sorgten ein neuer Kühlergrill, ein neues Holzdekor und ein stehendes Haubenornament für frischen Wind. Kein Wunder, dass Jeep es im Folgejahr bei sehr subtilen Änderungen, einschließlich neuer Innenfarben und der Neuplatzierung der inneren Türgriffs beließ. Wesentliche Exterieurneuerung am ’87er Grand Wagoneer stellten die in Schreib- statt Blockschrift gehaltenen Typenschilder dar; zudem sollte es der letzte Jahrgang werden, der Leichtmetallräder mit Goldeinlagen verwendete.

Ganz in Rosa geht auch - der Bel Air von Grace Braeger kommt aber schwarz daher - siehe Video unten.    Bild: Hersteller


So mancher Oldtimerliebhaber in Wisconsin wird jahre - ja: jahrzehntelang sehnlichst auf diese Worte gewartet haben. Diese Worte aus dem Mund von Grace Braeger aus West Bend. Gemeint ist ihr Chevrolet Bel Air, Baujahr 1957, Kennzeichen „57 LADY“. Seit 1957 das, das einzige Auto der rüstigen Dame.
Ihr erster Wagen war ein ´50er Chevrolet Club Coupe, und als der anfing, Geräusche zu machen, empfahl man ihr kurzerhand, einen neuen Wagen zu kaufen. Im benachbarten Milwaukee gab es einen Händler namens King Braeger - sein Firmenschild ziert noch heute die Kofferraumklappe des Bel Air - und hier, dachte sich Grace, bin ich richtig. Die ´58er Modelle standen vor der Tür, so konnte Ms. Braeger ihren ´57er Vorführwagen mit immerhin schon gut 4000 Meilen auf dem Tacho für günstige 2250 USD erstehen (Neupreis in Deutschland 1957: 18.100 DM). Neben dem in USA durchaus üblichen Automatikgetriebe – Ms Braeger entschied sich sogar für die 3-Gang-Automatik „Turbo Glide“- glänzte der Bel Air mit Servolenkung und Bremskraftverstärker – und einem 283 hp starkem V8-Motor. Das war 1957 durchaus gehobener Luxus.
Seit diesem Tag...