Franzosenblech.de

"Franzosenblech" ist das Magazin aus dem Hause Oldtimerreporter, das sich mit dem "Savoir-vivre auf Rädern" beschäftigt - und mit der Erkenntnis, dass Franzosen ein ziemlich entspanntes Verhältnis zu ihren Fortbewegungsmitteln haben - genau wie die Fans französischer Mobilität auf der ganzen Welt. Herzlich willkommen also bei "Franzosenblech.de" - gedruckt und im Netz. Foto: Oldtimerreporter.Haehnel

1978 stach Renault mit dem 18-er in ein Wespennest. In den Markt der Mittelklasse-Limousinen mit klassischem Stufenheck, der vor allem von Audi, Opel und Ford dominiert wurde. Seit 1970 warb der Ford Taunus um Kunden, ab 1975 der Ascona B von Opel, die 1981 das C-Modell nachschoben.
Exakt im gleichen Zeitraum wie der R18 bot Audi seinen Klassenprimus Audi80 (B2) an. Ein hart umkämpfter Markt also, ohne die anderen Marken erwähnt zu haben. Er hatte es also nicht leicht, der als Nachfolger des R12 gehandelte Neuling.
Wobei auch das nur zum Teil stimmt. Denn er war auch deutlich größer als der R12. Das gleiche Problem hatte der Kunde beim R16-Nachfolger R20. Daher schielten etliche R16-Fahrer auch auf den R18, trotz seines Stufenhecks. Für den praktischen Nutzen war der Kombi „variable“ im Angebot. Am Anfang gab es zwei Versionen, TL/GTL mit 64 PS, TS/GTS mit 79 PS.
Die G-Modelle zeichneten sich durch eine gehobenere Ausstattung aus, wie ...

Französisches Multitalent: der 1980-er Peugeot 504 Durisotti-Kasten. Fotos: Oldtimerreporter.Eichbaum


Zur Geburt im Miesen- Mercedes/8 in die Klinik, die letzte Reise im Pohlmann Granada  - und dazwischen? Arbeit im Durisotti 504 natürlich. Dieser in Sallaumines ansässige Karosseriebaubetrieb rüstete Peugeot 504 Fahrgestelle in zahlreichen Varianten um.
Auf Basis des Peugeot 504 Fahrgestells mit Fahrerhaus, das sich wie der  504 Pickup von seinen Schwestermodellen durch eine blattgefederte Starrachse im Heck abhob, entstanden auch geschlossene Nutzfahrzuge wie der Peugeot 504 Fourgonnette. „Welchen Beruf Sie auch ausüben und welche Transportprobleme Sie auch haben, auf diesen Peugeot-Unterbau können Sie ganz individuell aufbauen.  Für alle Ihre speziellen Wünsche bieten Ihnen unsere autorisierten Karosseriebauer die passenden Aufbauten.
Neben den Wohnaufsätzen für Freizeit und Urlaub stehen...

Edel, edel: Neben der edlen Floride ein edler „Juva-Laster“ von Nina Ricci auf Basis des Lieferwagens Break in einer Renault-Classic-Ausstellung. Dieser Juvaquatre heißt mit dem Dauphine-Motor seit 1956 „Dauphinoise“.                                 Fotos: Renault


Am 18. Februar 1937 erteilte die nationale Straßenverkehrsbehörde in Frankreich die Zulassung für ein Fahrzeug, das es so bei Renault noch nicht gab. Den Renault Juvaquatre, der allerdings erst 1938 tatsächlich in Serie ging. Unzweifelhaft war Louis Renault vom Opel Olympia inspiriert, der 1935 vorgestellt wurde, bzw. vom ein Jahr später lancierten Opel Kadett.
Erstmals wurde bei Renault ein Fahrzeug entwickelt, das eine selbsttragende Karosserie vorzuweisen hatte, und erstmals bekam ein Fahrzeug bei Renault auch eine Einzelradaufhängung. Angetrieben wurde der „Juva4“ von einem 1003 cm³-Motor, Typ 488, der 23 PS mobilisierte.
Die Vorserie Typ AEB1 gelangte nicht in den Verkauf, dieser startete erst mit dem Typ AEB2.

Gebaut zwischen 1986 bis 1989, dieser Renault 21 Nevada Phase 1: Kombi und Eleganz – das geht eben doch zusammen!        Fotos: Oldtimerreporter.Müller


Was klingt denn da so nett? Das ist doch, ja das ist es, das vertraute Geschnatter eines Citroen – Zweizylinder- Boxers! Und schon biegt die dazu gehörige Karosse um die Ecke, ein Traum wird sichtbar: 2 CV 6, himmelblau, runde Scheinwerfer, sehr leckerer Zustand, herrlich! Ich spurte los aus dem Straßencafé, mit der Kamera in der Hand, überlege dabei noch, ob die Farbe eine originale ist und schon – ist das Entlein wieder weggeflogen.
Mit meinem behenden Körper habe ich selbst gegen die „Kraft“ von 28 Enten- Pferdchen keine Chance, den 2 CV einzuholen und ein Foto zu schießen. Ob ich die Rechnung im Straßencafé bezahlt habe und wo diese dramatische Szene sich abspielte, fragen Sie ? Zu Frage 1 : Ja, das hatte ich bereits vorher getan, um immer auf dem Sprung sein zu können. Zu Frage 2 : Nein, nicht in Deutschland, hierzulande sieht man himmelblaue 2 CV im Bestzustand eher selten als Alltagsfahrzeug um die Ecke biegen.
Der Schreiberling  hat beschlossen, mal wieder DAS Land seiner Sehnsüchte zu besuchen – la France!
Einmal von oben nach unten mit dem Auto und Zelt im Gepäck lautet die Devise, einmal Frankreich mit allem. Die Reise führt über Metz, Nancy, die Zwischenstationen Charite – sur – Loire und Gardonne/Bergerac nach Legé – Cap – Ferret an der Atlantikküste. Wer jemals dort war, versteht, dass man immer wieder Sehnsucht nach dieser Gegend entwickeln MUSS. Bei der Fahrt zum Ziel der Träume ist es natürlich auch wichtig, nach französischen Autoklassikern, oder solchen, die es werden könnten, Ausschau zu halten. Eines vorweg : Es gibt sie noch in Frankreich, siehe oben. So gondelt...