Franzosenblech.de

"Franzosenblech" ist das Magazin aus dem Hause Oldtimerreporter, das sich mit dem "Savoir-Vivre auf Rädern" beschäftigt - und mit der Erkenntnis, dass Franzosen ein ziemlich entspanntes Verhältnis zu ihren Fortbewegungsmitteln haben - genau wie die Fans französischer Mobilität auf der ganzen Welt. Herzlich willkommen also bei "Franzosenblech.de" - gedruckt und im Netz. Foto: Oldtimerreporter.Haehnel

Halb Buggy, halb SUV: Einen Touareg gab's schonmal - bei Peugeot als Elektro-Prototyp Anfang der 90-er. Fotos: PSA


Außerhalb Frankreichs wird vermutlich nur der Allzeit-Gegner Renault als der gallische E-Auto-Hersteller wahrgenommen. Dabei setzte Renault von Anfang an auf Motoren, denen es nach fossilen Brennstoffen dürstete. Und das für lange Jahre. Und entgegen dem allgemeinen Trend. Denn in den Anfangsjahren des Automobils war es keineswegs sicher, dass sich Herrn Ottos Antriebs-Konzept auf Dauer am Markt behaupten könnte.

Die erste Ente wurde 1948 vorgestellt. Foto: Citroen


27. Juli 1990, Mangualde, Portugal. Aus der Halle eines Geflügelhofs der besonderen Art, watschelt die letzte Vertreterin einer ganz besonderen Gattung: Der französischen Doppelwinkel-Ente. Am 7. Oktober 1948 schlüpfte die erste dieser Enten auf dem Pariser Automobilsalon. Und bewegte fortan Frankreichs Massen. Mitte der 1930er-Jahre fiel der Startschuss für das Projekt TPV (Toute Petite Voiture, also „sehr kleines Auto“) und 1939 hätte es in Serie gehen können. Wäre da nicht der zweite Weltkrieg gewesen. Doch nach dem Ende des Krieges kam der 2CV genannte Citroën gerade Recht.

Kennen sie Stellantis? Nein? Können Sie auch nicht kennen, den Laden gibt’s noch gar nicht. Aber bald. Und angekündigt hat er sich mit Pauken und Trompeten.
Es ist nichts Geringeres als der Name des Gemeinschaftsunternehmens von PSA und FCA (Fiat). Und welcher Name wäre passender für den neuen Giganten als Stellantis? Wir erinnern uns, der Wortstamm „Stella“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Stern, oder vielmehr „erhellender“ oder „aufhellender“ Stern.
Ab Frühjahr 2021 werden dann also die italienischen und französischen Autobauer ihre Aktivitäten gemeinsam ans Rollen bringen. Für FCA bedeutet das die Rettung, haben die Italiener doch bislang wichtige Trends (E-Mobilität) verschlafen. Für PSA bedeutet es einen wichtigen Schritt an die Weltspitze. Wollen wir’s zumindest hoffen…

Was ist denn das? Ein Auto der guten, alten deutschen Post und es ist kein VW? Nein, es ist ein Renault. Und was bitte fährt die Telekom? Das ist doch auch kein VW, oder? Nein, auch das ist ein Renault. Aber schon lange vor der Post und der Telekom konnte sich Renault als Flotten-Experte behaupten.
Auch der frühere Versandriese Quelle setzte bereits in den 1960ern und 1970ern auf die Fourgonette-Version des R4. Und nun gewannen nach 2019 zum zweiten Mal in Folge der Elektro-Renault Zoe und der Renault Scénic den Titel „Firmenauto des Jahres“ in ihrer jeweiligen Kategorie „Kleine Elektrofahrzeuge“, respektive „Kleine Vans“. Auch das Konzern-Brüderchen Kangoo schaffte es in seiner Sparte aufs Treppchen. Da fährt Renault also ganz flott in flotte Flotten…

 


Noch mehr zum Thema Franzosenblech in unseren Heften! Bestellung hier...:

Heft1/2020: Renault Clio: Die ersten sind historisch, Simca 1200S und Rallye: Heckschleuder und Donnerbolzen
Unser GTÜ-Sachverständiger rät: H-Kennzeichen und Internetadressen, Renault Express / Rapid: Unser „Neuer“ ist da, Peugeot 404: „Unkaputtbar“, Peugeot 404 Coupé: (M)eine 404-Geschichte, Peugeot: Von der Weberei zum Mobilitätskonzern, Peugeot 304 Cabrio / Coupé: Dabei sein ist alles, Delaunay-Belleville: Lehrwerkstatt für Louis Renault?, Feuer in der Hütte: 40 Jahre Renault Fuego, Abkehr von der Revolution: War der Renault GTA der Anfang vom Ende? Citroen GS: Vor 50 Jahren kam die Komfort-Mittelklasse, Citroen SM: 1970 startet der glücklose Monarch, Renault erobert die Sahara: In die Wüste geschickt, Pionier Leon Bollée: Vom Rechner zum Auto, Dyna X: Panhards Aufbruch in moderne Zeiten, Djet und 530: Mittelmotorpioniere, Star-Rummel: Wie sich Simca einen Straßenkreuzer angelte, Renaults Transporter-Tradition: Dicke Dinger, Phantom der Straße: Citroen Belphegor

Heft2/2020: Mit rund 30 Themen: 100 Jahre Talbot über die Firmengeschichte und die wichtigsten Fahrzeuge – Franzosen-Golf, der 1100-er Simca, Kuckuckskind 309: Sollte er wirklich Arizona heißen? – Nicht ohne meinen Talbot – ein Klassiker als Lebensgefährt – Von der Raubkatze zum Raubfisch: Die Geschichte von Bagheera und Murena – Flunder mit Williams-Herz: der Renault Sport Spider – Paris-Rouen: das erste Autorennen der Welt – Reine Nervensache: der Renault Nervastella – Doppeltes Lottchen – die zwei Leben des Mehari 4x4 – Bugatti Typ 13: der erste Vierventiler – Frontantrieb und Tischfußball: Rosengart – Jean-Claude statt J.R.: Der Dallas macht auf Jeep – Karlsruher Peugeot-Power: 403 + 101 = 504?? – Gordini, der Hexer – Renault Galion, Feuerfrau und Waldarbeiter – Es ROCkt in der Eifel…. und mehr

Und: Sonderheft 100 Jahre Citroen