Franzosenblech.de

"Franzosenblech" ist das Magazin aus dem Hause Oldtimerreporter, das sich mit dem "Savoir-Vivre auf Rädern" beschäftigt - und mit der Erkenntnis, dass Franzosen ein ziemlich entspanntes Verhältnis zu ihren Fortbewegungsmitteln haben - genau wie die Fans französischer Mobilität auf der ganzen Welt. Herzlich willkommen also bei "Franzosenblech.de" - gedruckt und im Netz. Foto: Oldtimerreporter.Haehnel

Dieses Logo hatte am längsten Bestand: 1919-1959. Bilder: PSA/Citroen


Bereits weit bevor Firmengründer André Citroën (1878-1935) mit der Produktion von Automobilen begann, lernte er im Jahr 1900 das Prinzip der Kraftübertragung durch Winkelverzahnung in der Firma seines Onkels in Warschau kennen. Nach seiner Rückkehr nach Paris erwarb er ein Patent über Getriebe und winkelverzahnte Zahnräder, wie sie beispielsweise in Mühlen zum Einsatz kamen. Bei solchen Winkelzahnrädern sorgte die spezielle Verzahnung für einen ruhigeren, leiseren und effizienteren Lauf. Jahre später gründete André Citroën ein Unternehmen, die sich auf die Fertigung von Untersetzungsgetrieben aus Stahl sowie von winkelverzahnten und spiralverzahnten Rädern spezialisierte. Zu seinen ersten Kunden zählten unter anderem Automobilbauer.

Liebe Leser, was bedeutet das Wort Genialität? Der Duden sagt dazu,  Genialität sei von Genialität zeugende, durch sie entstandene Beschaffenheit. Kann man es als Genialität bezeichnen, bei einer Konstruktion etwas einzusparen und trotzdem zu einem guten Ergebnis zu kommen? Gewiss, das kann man, und der französische Automobilbau bietet dafür mindestens ein herausragendes Beispiel : Den Citroen 2 CV. 1948 erstmals auf dem Pariser Autosalon ausgestellt, wurde er zunächst vielfach belächelt ob seiner scheinbar primitiven Konstruktion. Ein Rolldach aus Segeltuch, Klappfenster, dünnes Blech und scheinbar nur lose angehängte Karosserieteile. Das alles wirkte sehr einfach zusammengebaut und war es wohl an manchen Stellen auch.

Es war einmal ein Renault 4. Geboren im Jahre des Herrn 1966, trug er noch die frühen Insignien seiner Modelllaufbahn in Gestalt eines kleinen Kühlergrills, der die runden Scheinwerferchen noch nicht umfasste. Beim Schalten der Gänge musste man nicht weiter als bis drei zählen können, mehr Gangstufen gab es nämlich (noch) nicht. Das Farbkleid des kleinen Renault war graublau, ganz typisch für viele Renault jener Jahre. Ein unscheinbares Kleid, dass dennoch ungeheuer liebenswert war – und ist. Drei Seitenfenster, also ein „L“, und die riesige Heckklappe war ja sowieso Standard. Kurz nach seiner Geburt 1966 verließ der Vierer die heiligen Hallen auf der Ile de France und machte sich auf den Weg nach Deutschland.

Immer noch göttlich: Die DS gehört zu einer Hand voll Ikonen im Automobilbau. Foto: PSA


Mit deutlichem Vorsprung vor der Konkurrenz hat die Ikone der französischen Premium-Marke DS Automobiles den Motor Klassik Award 2020 gewonnen. In der Kategorie „klassische Limousinen“ setzte sich der Citroën DS 19 sowohl gegen deutsche als auch gegen internationale Klassiker durch. Vom französischen „Déesse“ übersetzt auch als „Göttin“ bezeichnet, fand die DS 19 dank ihres avantgardistischen Designs und

 


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Heft1/2020: Renault Clio: Die ersten sind historisch, Simca 1200S und Rallye: Heckschleuder und Donnerbolzen
Unser GTÜ-Sachverständiger rät: H-Kennzeichen und Internetadressen, Renault Express / Rapid: Unser „Neuer“ ist da, Peugeot 404: „Unkaputtbar“, Peugeot 404 Coupé: (M)eine 404-Geschichte, Peugeot: Von der Weberei zum Mobilitätskonzern, Peugeot 304 Cabrio / Coupé: Dabei sein ist alles, Delaunay-Belleville: Lehrwerkstatt für Louis Renault?, Feuer in der Hütte: 40 Jahre Renault Fuego, Abkehr von der Revolution: War der Renault GTA der Anfang vom Ende? Citroen GS: Vor 50 Jahren kam die Komfort-Mittelklasse, Citroen SM: 1970 startet der glücklose Monarch, Renault erobert die Sahara: In die Wüste geschickt, Pionier Leon Bollée: Vom Rechner zum Auto, Dyna X: Panhards Aufbruch in moderne Zeiten, Djet und 530: Mittelmotorpioniere, Star-Rummel: Wie sich Simca einen Straßenkreuzer angelte, Renaults Transporter-Tradition: Dicke Dinger, Phantom der Straße: Citroen Belphegor

Heft2/2020: Mit rund 30 Themen: 100 Jahre Talbot über die Firmengeschichte und die wichtigsten Fahrzeuge – Franzosen-Golf, der 1100-er Simca, Kuckuckskind 309: Sollte er wirklich Arizona heißen? – Nicht ohne meinen Talbot – ein Klassiker als Lebensgefährt – Von der Raubkatze zum Raubfisch: Die Geschichte von Bagheera und Murena – Flunder mit Williams-Herz: der Renault Sport Spider – Paris-Rouen: das erste Autorennen der Welt – Reine Nervensache: der Renault Nervastella – Doppeltes Lottchen – die zwei Leben des Mehari 4x4 – Bugatti Typ 13: der erste Vierventiler – Frontantrieb und Tischfußball: Rosengart – Jean-Claude statt J.R.: Der Dallas macht auf Jeep – Karlsruher Peugeot-Power: 403 + 101 = 504?? – Gordini, der Hexer – Renault Galion, Feuerfrau und Waldarbeiter – Es ROCkt in der Eifel…. und mehr

Und: Sonderheft 100 Jahre Citroen