Oldtimerreporter überregional

Wenn man genau hinschaut, erkennt man die Gene von Bad A: den 68-er Opel Admiral.
Fotos: Oldtimerreporter.Eichbaum


Eigentlich wollten Sebastian und sein Kompagnon nur ein auffälliges Promofahrzeug für ihren Modellautohandel haben. Aber fortan adelte ihren Messestand kein geringerer als der erste Lowrider Deutschlands.
„Erworben haben wir den Wagen 2008 von Helge, dem Erbauer. Der hatte den 1968er Opel Admiral A Ende der 80er Jahre gekauft und ihn zunächst mit hinteren Highjackern und fetten Reifen zur damals angesagten Street Machine getrimmt und war 1992 prompt in der Erstausgabe der Flash Opel Scene gelandet. Dann fing er an, die Limousine jeden Winter weiter in Richtung Lowrider umzubauen“, schildert der Unternehmer die Entstehungsphase. Eine Customfront, bestehend aus einer zweiten KAD-Stoßstange, 16 umgedrehten Käfer-Stoßstangenhörnern und Polo-Scheinwerfern durfte es schon sein.

Keine Sorge! Sie brauchen weder eine Fahrprüfung noch einen besonderen Führerschein für Oldtimer, wenn Sie in das Hobby einsteigen möchten. Dennoch sind ein paar Tricks und Tipps für Oldtimer-Neulinge nützlich. Die bekommt man beispielsweise bei einem Klub – oder im Kompendium „Oldtimer-Fahrschule“ von Martin Henze. Mit viel Liebe und Herzblut hat der Autor seine Erfahrungen als Oldtimer-Freund zusammengestellt, in Kapiteln, die er „Fahrstunden“ nennt, gut strukturiert und chronologisch sinnvoll zusammengefasst. 256 Seiten sind so entstanden, die zu etwa der Hälfte bebildert sind und keine Langeweile aufkommen lassen.

Ganz schön niedlich: DKW F11/F12.
Fotos: Oldtimerreporter.Gaubatz


Nun wundern wir uns aber, was? Was bitte soll der DKW F12 mit Mercedes gemein haben? Immerhin kaufte ja Volkswagen die AutoUnion, von der nur Audi übrig blieb. So weit, so richtig.
Allerdings hieß der Verkäufer Daimler-Benz AG. Und unter der Ägide des Stuttgarter Sterns erschien 1963 der DKW F12.
In Lebach traf der Oldtimerreporter ein seltenes und wunderschönes F12 Baur-Cabriolet.

Zeitgeistig und zeitlos hübsch gleichermaßen: Dieser Intermeccanica Italia (und ex-Torino) Spyder von 1972 brachte es mit dem 5,7-Liter-Ford-Achtzylinder im vierten Gang auf 220 km/h.
Foto: Imago.Sebastian Geisler


US-Motoren in europäische Karossen zwängten nicht nur Iso, De Tomaso oder Jensen. Auch der Turiner Hersteller Intermeccanica schenkte sich die Entwicklung eigener potenter Aggregate. Nach Aufenthalten in den USA und Kanada zog der gebürtige Ungar Frank Reisner samt Familie 1959 nach Italien. Dort verdiente er dort zunächst bei der römischen Giannini Automobili S.p.A. seine Brötchen, bevor er in Turin die North-East Engineering Company gründete. Die wurde alsbald in Costruzione Automobili Intermeccanica S.p.A. umbenannt.