M-Urvater: Dieser 530-er wurde in Südafrika "ausgebuddelt" - und wird jetzt restauriert. Fotos: BMW


BMW M müssen wir dem geneigten Leser nicht erklären. Auch der BMW M1 ist jedermann ein Begriff. Dass dessen Wurzeln jedoch nicht in Deutschland, sondern in Südafrika liegen, im ersten von BMW gegründeten Auslandswerk, das könnte hier und dort für Überraschung sorgen. Südafrika hat in den siebziger und achtziger Jahren so manches Motorsportprojekt hervorgebracht, welches in unseren Breiten eher unbekannt ist: Kadett E Superboss, Kadett / Astra 200t S und Ford Sierra XR8.

Auch im BMW Werk Rosslyn in Pretoria tüftelte man gerne. So gab es den 325iS, den 325iS Evolution HP und den 333i. Doch den Grundstein legte ein gepfeffertes Exemplar des eher biederen E12: Der BMW 530 MLE (Motorsport Limited Edition). 3-Liter-Motor, 200 PS, 277 Nm und 208 km/h: Das war 1976 durchaus eine Ansage. Nach Rücksprache mit BMW-Motorsport-Chef Jochen Neerpasch wurden insgesamt 227 Exemplare des heißen „Bayern“ zu Homologationszwecken gebaut, und genau Nummer 100 hat BMW Südafrika jetzt, gut 40 Jahre nach dato, ausgebuddelt.


"Geburtsurkunde": Das Typenschild belegt die Originalität.


BMW-Raceteam-Manager Peter Kaye-Eddie fuhr den Wagen ursprünglich, jetzt wird er liebevoll von den Arbeitern restauriert, die schon damals bei BMW Südafrika am Band standen. Äußerlich ist der 530 MLE am Striping sowie an den Mahle-Felgen zu erkennen, weniger offensichtlich sind zahlreichen Anbauteile aus Aluminium sowie zur Gewichtsersparnis perforierte Blechteile. Das „M“ am Heck gab’s noch nicht, dafür heruntergezogene Spoiler vorn sowie Heckklappenspoiler.
Die ganze Geschichte kann unter dem Hashtag #BMW530MLE im Netz verfolgt werden.


Ehrensache: Die einstigen "Schöpfer" restaurieren jetzt mit viel Liebe ihr damaliges Werk.