Ob Carabinieri (ähnlich Gendarmerie), Polizia de Stato (Bundespolizei), Guardia die Finanza (Zoll) oder Polizia Municipale (Stadtpolizei) - alle fuhren im wahrsten Sinne des Wortes auf Alfa Romeo ab. Foto: Oldtimerreporter.Haehnel


Im Italien der Nachkriegsära wurden die Autos von Alfa Romeo zur Legende. Die Fahrzeuge aus Portello bewiesen, dass sie sowohl auf der Rennstrecke als auch auf der Straße die Schnellsten waren. Ihre technischen Eigenschaften und ihr Image erregten auch das Interesse der „Polizia di Stato“, der italienischen Bundespolizei.

Die Verbindung zwischen Alfa Romeo und den verschiedenen Polizeikräften ist ein interessantes Kapitel in der Geschichte der Republik Italien. Ab den 1950er Jahren kamen unterschiedliche Modelle der Marke als offizielle Fahrzeuge bei den Gesetzeshütern zum Einsatz.


Premiere: Der Alfa 1900 war 1952 der erste "Panther" aus Portobello. Foto: FCA


Wegen ihrer Schnelligkeit waren sie als „volanti“ (die Fliegenden) bekannt und erhielten sogar Spitznamen. Die Alfa Romeo in Diensten der Staatspolizei wurden als „pantera“ (Panther) bezeichnet, Carabinieri und Militärpolizei setzten auf „gazzelle“ (Gazellen). Zwei Metaphern, die Kraft und Beweglichkeit der sportlichen Limousinen von Alfa Romeo unterstrichen.
Der allererste „Panther“ war ein 1952 gebauter Alfa Romeo 1900, dessen aggressive Silhouette den Spitznamen inspirierte.
Die erste „Gazelle“, eine Alfa Romeo Giulietta, wurde einige Jahre später in Dienst gestellt. Das berühmteste Polizeiauto war die Alfa Romeo Giulia Super. Im Laufe der Jahrzehnte bestellte die Polizei praktisch alle Modelle von Alfa Romeo, vom Geländewagen 1900M „Matta“ bis zu Alfasud, 75, Alfetta und 156. Heute fahren viele Gesetzeshüter die aktuelle Alfa Romeo Giulia.


Der berühmteste von allen: Alfa Romeo Giulia Super, hier im Einsatz für die Polizia de Stato in den 60-er Jahren. Foto: FCA