Wozu so ein Ford Transit alles gut ist: Hier ein "Aufgeschnittener" als Touristentaxi abseits des öffentlichen Verkehrs in einem Safari-Park.
Foto: Jan Pesula


1965, irgendwo in Deutschland. Die Wirtschaft boomt, die Eigenheime schießen wie Pilze aus dem Boden, ebenso der Familiennachwuchs. Betriebsgründungen gehören zum guten Ton unter den Handwerkern, Technikern und Gemüseverkäufern des Landes. Auch Erwin möchte dabei sein, wenn es ums Gründen geht. Jahrelang hat er nun für seinen Chef die Fernseher, Küchengeräte und Waschmaschinen der Umgegend installiert, jetzt soll das Geld dafür zur Gänze in die eigene Tasche gehen. Die Räumlichkeiten sind vorhanden, gleich beim Bau des Eigenheims eingeplant. Nun soll noch ein passender Transporter her, das ist eine knifflige Entscheidung.

Konrads Kalesche steht heute im „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ in Bonn. Foto: Daimler AG


1945, Kriegsende. Eine Nation, ein ganzer Kontinent liegt am Boden. Langsam aber sicher erholt sich die Welt von Krieg und Nazi-Terror. Richtig beendet wird der Krieg allerdings erst 1955, mit der Heimkehr der Zehntausend. Ein Jahr zuvor bekommen die Deutschen wieder ein erstes Selbstvertrauen, der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft prägt den Slogan „Wir sind wieder wer!“ Ein noch größeres Selbstvertrauen zeigt die Daimler-Benz AG bereits 1951 - also vor ziemlich genau 70 Jahren .

Nun ja, Cannonball ist vielleicht ein wenig übertrieben. Aber bei Rallyes und vor allem bei Rennslaloms erntete die kleine Rennsemmel - hier ein Fahrzeug der ersten Serie -  doch einige Lorbeeren.
Foto: Alf van Beem


Fiat 127 – dieser Name klingt unscheinbar, beinahe nach einem vergessenen Entwicklungscode. Wüsste man es nicht besser, könnte man an eine irgendeine schnell vergessene Nummer aus dem Fiat-Programm denken. Irgendein mackenreicher Schnellroster wohl, oder?  127? War da was? Oh ja, da war etwas, und wie. Wenn ein Kleinwagen es zum Auto des Jahres 1972 schafft, kann er wohl doch nicht so übel gewesen sein.

Kam spätestens in den 70-ern mit den Airstream-Wohnwagen in Mode: die Zigarrenform der Aufbauten bei mobilen Wohnungen. Hinter dieses GMC-Wohnmobil würde prima solch ein Airstream passen. Und schwupps, hätten wir einen Überland-Zweiseiten-Hof.
Fotos: Oldtimerreporter.Eichbaum


Es war das Non-Plus-Ultra-Wohnmobil: 265 PS und Big Block-V8 samt Frontantrieb aus dem Oldsmobile Toronado, garniert mit luftgefederter Doppelachse für ein Paar Extrabremsen und schmaleren Radkästen. Kirsche auf dem Supersize-Milkshake waren aber weder die oberstylischen, modischen Materialien wie Fakeholz, Leder oder wild gemusterte Stoffe noch all die Annehmlichkeiten und Konfigurationen.