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Ami-Flummi: Mit amerikanischer Gumminase verschlimmbesserter Pantera. Das "Volumenmodell" war mit über 7600 Stück der meistgebaute De Tomaso. Der letzte Pantera verließ 1993 die Werkshallen. Foto: Joe Ross


Vor 60 Jahren öffnete ein mehrmals Aufsehen erregender Sportwagenhersteller seine Tore: De Tomaso. Gebrandet – Verzeihung für dieses Neudeutsch – waren die De Tomaso Modelle bis 2011 höchst patriotisch: Der hellblau-weiße Hintergrund des Firmenlogos huldigte der Flagge Argentiniens, das T darauf glich dem Rinderbrandzeichen der elterlichen Ranch.
Aufgewachsen in wohlhabenden Verhältnissen, wanderte der am 10. Juli 1928 geborene Alejandro de Tomaso 1955 ins italienische Bologna aus. Vier Jahre später eröffnete mit finanzieller Hilfe seiner Gattin Isabelle Haskell, Enkelin des GM-Gründers Billy Durant, eine Kfz-Werkstatt. Nachdem seine selbst konstruierten GP-Rennwagen weder im eigenen noch in Kundenteams Erfolge eingefahren hatten, widmete sich der Tüftler Mitte der 1960-er Jahre der Entwicklung von Straßensportwagen.
Sein diesbezügliches Erstlingswerk war der 1965 präsentierte und ab 1965 produzierte Vallelunga, topmodern mit Mittelmotor. Die 726-kg-Flundern befeuerte ein 1,6-l-Vierzylinder von Ford mit 105 PS, doch nach diversen Problemen stoppte die Fertigung 1966 nach nur 48 Einheiten. Der Ford-Motor hinter dem Fahrer sollte aber Bestand haben: Im spektakulär von Giugiaro eingekleideten Mangusta rumorte unter Flügeltüren ein 4,7-l-Small Block V8 mit 305 PS. Mit einer Gewichtsverteilung von 32:68 war die cobravertilgende Schleichkatze – so die Übersetzung – allerdings knifflig zu fahren, fand aber von 1968 bis 1971 immerhin 401 Kunden.

Mehr Zeitgeist geht fast nicht. Christian Sellner kann zurecht stolz auf seinen 66-er Käfer sein!           Fotos: Oldtimerreporter.Eichbaum


Bescheidenheit ist eine Zier, doch schöner lebt sich’s ohne ihr. Deswegen kleckerte Christian Sellner an seinem Käfer auch nicht mit zeitgenössischem Zubehör, sondern klotzte richtig ran.
Angefangen hat es in den 70ern mit V8-Benzen, dann kamen einige DKW und schließlich sechs Käfer – so die Oldtimer-Karriere von Christian und seinem besten Freund. „Diesen hier trieb ich 2014 auf und bekam ihn Anfang dieses Jahres, als mein Kumpel das Altblech-Hobby aufgab. Zuvor hatte ein Leipziger Chirurg mit einer Vollrestauration einen Ausgleich zum Beruf gesucht und gefunden, später überholte ein Betrieb aus Spandau den Boxermotor.“ Blieb nicht viel übrig zu tun, zumindest was die gemeine Restauration angeht.

M-Urvater: Dieser 530-er wurde in Südafrika "ausgebuddelt" - und wird jetzt restauriert. Fotos: BMW


BMW M müssen wir dem geneigten Leser nicht erklären. Auch der BMW M1 ist jedermann ein Begriff. Dass dessen Wurzeln jedoch nicht in Deutschland, sondern in Südafrika liegen, im ersten von BMW gegründeten Auslandswerk, das könnte hier und dort für Überraschung sorgen. Südafrika hat in den siebziger und achtziger Jahren so manches Motorsportprojekt hervorgebracht, welches in unseren Breiten eher unbekannt ist: Kadett E Superboss, Kadett / Astra 200t S und Ford Sierra XR8.

Wir denken, dass er das verdient hat. Dieser Fiat 500 F schmückt von Februar bis Mai die Design-Ausstellung im Museum of Modern Art in New York.   Foto: Fiat


Sie sind Oldtimerfan und demnächst sowieso in New York? Außerdem wissen Sie den Wert von gutem Design zu schätzen?
Dann können wir Ihnen nur das Museum of Modern Art - kurz MoMA - empfehlen. Denn in der Ausstellung "The value  of good Design" kann man ab dem 10. Februar eine Fiat 500 besichtigen. Irgendweinen 500-er. Nein. Nicht ganz.