Ja, auch Lkw - oder neudeutsch Trucks - gibt es als Oldtimer. Und das Interesse steigt. Wir sehen das an den Zugriffszahlen auf unsere Nutzfahrzeug-Artikel. Und auch wenn ein Bulli gerne mal Bus genannt wird - er ist es aber nicht, sondern ein PKW-Kombi. Die echten Busse, natürlich nur die historischen, tummeln sich hier in unserem Internet-Magazin. Kaum zu glauben, aber schön, was da noch so auf unseren Straßen unterwegs ist... Und deshalb haben wir das dazugehörende Web-Magazin hier eingeführt. Viel Spaß dabei! Fotos: Oldtimerreporter.Haehnel
Büromobil und Camper gleichermaßen: Der T3 im Sonntagsanzug als Multivan. Foto:VW
T3 – 1979 bis 1992: In den späten 70er Jahren formen neue Bands wie Dire Straits und The Alan Parsons Project und alte Kultrock-Gruppen im Stile von Pink Floyed und Yes den unvergleichlichen Sound jener Zeit. Eine nie zuvor gehörte Klarheit und Präzision zeigt dabei besonders Dire Straits mit Songs wie „Sultans of Swing“. Genauso klar gezeichnet ist der 1979 vorgestellte T3 von Volkswagen. Denn der schreibt fortan als der eckigste Bulli aller Zeiten Geschichte. Doch der T3 ist auch der bis dato technisch beste Transporter. Außerdem entstehen auf seiner Basis Ikonen wie der erste California und der ebenfalls erste Multivan. Konzeptionell knüpft der T3 an die Vorgänger an, transferiert die technische DNA aber dank neuer Technologien in die Gegenwart.
Ein bisschen Stromlinie, ein bisschen Eleganz: So präsentiert sich der Ikarus 55-Reisewagen. Fotos: Oldtimerreporter.Eichbaum
Der Altmetall-interessierte Hauptstädter erfreut sich über die BVG-Linie 218 zur Pfaueninsel, die regelmäßig ein Wagen aus dem Bestand der Arbeitsgemeinschaft Traditionsbus Berlin bedient. Aber wie heißt es doch so schön? Guck mal übern Tellerrand! Und so spähte der Autor mit dem festen Ziel einer Fahrt in einem historischen Ikarus-Bus in die Lande.
Die Ausstellung mit über 130 Fahrzeugen gibt sich international: hier mit einem Büssing-Emmelmann Überlandwagen / Reisewagen. Fotos: Oldtimerreporter.Müller
Sonntag, 04.07.2021, Wissembourg- Altenstadt. Die Sonne hält sich bedeckt am elsässischen Himmel. Vor den Toren einer ehemaligen Autoteilefabrik versammeln sich – wie jeden ersten Sonntag im Monat- zahlreiche automobile Schätze älteren Baujahres und berichten von ihrem bewegten Leben. Makellos restaurierte 2CV (mit Sondermodell Spot!), Citroen DS mit leichter Patina, eine Dauphine mit Lebensspuren, mittendrin ein fast zu moderner Renault 9, BMW E12 und, und, und. Mensch und Maschine tauschen sich angeregt aus, Kaffee wird serviert, elsässischer Gugelhupf natürlich auch. Vor den Toren also eine angeregte Atmosphäre – und was geschieht in den heiligen Hallen? Die Szenerie dort könnte man beinahe als andächtig beschreiben. Woran das liegt? Die Antwort darauf liefern die „Bewohner“ der großen Hallen: Etwa 130 Omnibusse und Nutzfahrzeuge der 1920er – bis 1990er-Jahre. Unzählige bekannte und weniger bekannte Hersteller sind vertreten, da finden sich Mercedes O321 neben Saviem-Bussen, hier ein ISOBLOC-Omnibus, dort ein Citroen Belphegor, eine Berliet-Feuerwehr, ja sogar ein Massey-Ferguson Mähdrescher ist zu sehen.