Oldtimerreporter überregional
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- Geschrieben von: Stefan Müller
- Kategorie: Oldtimerreporter überregional
Capri-Fan Manfred Zwick mit seinem "Kleinsten": ein 1300-er-Scheunenfund mit 2500 Kilometern auf der Uhr. Fotos: Oldtimerreporter.Müller
Liebe Leser, Sie kennen Capri. Jene italienische Insel mit blauem Meer und weißen Felsen, die Rudi Schuricke gesanglich auf ewig in deutsche Köpfe einbrennt. Für manchen bleibt sie lange nur ein stiller Traum, weil es an irgendeiner Stelle immer mangelt. Aber wozu haben wir denn die Autoindustrie? Sie baut Autos, deren Namen alleine Millionen von Sehnsüchten befriedigen. Ford versteht das Ende der 60er-Jahre geradezu meisterhaft: Man benennt das neue, schicke Sportcoupé „Capri“, exakt eben nach der Schuricke-Insel. Ein kräftiger Schuss filigranes Italien, gewürzt mit einem Stoß würzigem US- Barbecue, gepaart mit Fernweh-tauglicher Technik – DAS Rezept für einen wahren Schlager. Ab 1969 leihen sich Hunderttausende Familienväter, Dorfjugendliche etc. den letzten Groschen von Oma, um DIESES Coupé zu bekommen. Familienväter? Ja, Sie haben richtig gelesen. Im Vergleich zu einem engen Krabbler ist der Capri eine geräumige Sache. Kegel, Koffer und Kind passen leicht hinein. Also auf nach Italien im Capri!
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- Geschrieben von: Stefan Müller
- Kategorie: Oldtimerreporter überregional
Max Schindele aus Friesenried nennt eine solche Feuerwehr-Eckhaube sein eigen. Sie hört auf den Namen Magirus-Deutz 150 D 10 A TLF 16-25.
Fotos: Oldtimerreporter.Müller
Es gab und gibt im Alltag Dinge, die absolut untrennbar miteinander verbunden sind. Der Cowboy gehört zu Amerika, der Stern zu Mercedes – und Magirus gehörte zur Feuerwehr. Gefühlte 98% der rot-weißen Lebensretter waren mit einem stilisierten Ulmer Münster auf dem „Kühlergrill“ unterwegs. Inklusive Gänsehaut-verdächtigem Gebläseheulen des wackeren Deutz-Motors. Wir erinnern uns alle, kaum ein Brandeinsatz, der nicht vom Kölner V6 – oder V8-Singsang begleitet wurde. Wenn der Motor seine Drehzahl anhob, um die Vorbaupumpe in Schwung zu bringen, war das Musik für die Deutz-Fans. Unvergessene Musik, ein Evergreen sozusagen. Gerne schoben die Magirus-Wehren eine runde Haube vor sich her und hörten auf himmlische Namen wie Saturn oder Merkur. Riesige Dreispeichen-Lenkräder halfen dabei, die notwendige Lenkkraft aufzubringen. Servohilfen fanden sich lange Zeit nicht unter den schönen Hauben. Ein kräftiges Frühstück vor Dienstantritt konnte nie schaden.
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- Geschrieben von: Arild Eichbaum
- Kategorie: Oldtimerreporter überregional
Der L 4500 von Burkhard Fromm hat ein bewegendes Leben hinter sich und darf sich jetzt als einer der wenigen Überlebenden freuen, in Birkenwerder in pflegenden Händen zu sein. Fotos:Oldtimerreporter.Eichbaum
Nein, zufällig hatte Mercedes-Benz in en 1920er Jahren nicht beschlossen, dass der Dieselmotor ideal für mittlere und schwere Lkw geeignet sei. Aber Zufälle machen das Leben aus, und auch Burkhard hatte nicht die leiseste Ahnung, was sich aus seiner Reaktion auf ein Inserat alles ergeben würde.
„Für meine Mercedes-Feuerwehr LF25 auf Basis des L 4500 S, die bis 1983 im Nachbarort gelaufen war“, berichtet der Fuhrunternehmer aus Birkenwerder, „suchte ich vor 19 Jahren einige Teile und meldete mich auf eine Annonce aus Isny im Allgäu. Der Anbieter, so stellte sich dann heraus, hatte aber ein komplettes Fahrzeug abzugeben. Ich war jedenfalls interessiert und legte auf dem Weg in den Italienurlaub einen Halt ein.“ Nur aus Altersgründen wollte der Vorbesitzer seine L 4500 S Pritsche veräußern, die er einst in Erinnerung an sein Architekturstudium angeschafft hatte, zu dessen Finanzierung er auf einer Kipper-Ausführung Kies ausgefahren hatte. „Da der gute Mann nicht an irgendwen verkaufen wollte, ich schon einen solchen Benz hatte und auch gut mit der unsynchronisierten Schaltung umzugehen wusste, bekam ich nach vierwöchiger Bedenkzeit den Zuschlag.“
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