Nicht nur in Tempelhof bei der DEKRA zu Gast, sondern auch in Werder: Ford A. Fotos: Oldtimerreporter.Fröhlich


Was immer es vorab für Gerüchte gab: Werder Classics hat stattgefunden. Und das stand auch nie wirklich zur Debatte. Werders Altstadt-Insel bietet einfach ein traumhaftes Ambiente für eine unkomplizierte, markenoffene Oldtimerveranstaltung. Die Uferwiese an der Regattastrecke und die etwas ruhigere Föhsenwiese bieten prachtvolle Open-Air-Ausstellungsflächen für die Kurzzeit- wie auch die Tagesbesucher. Auf halber Höhe der Uferwiese haben die „Herren von der Tankstelle“ ihre zeitgenössische Bühne aufgebaut und bespielen das vorbeischlendernde Publikum. Am Samstagabend hatte die Band Antonio Sorgentone bereits mit spritzigem Rockabilly für Stimmung gesorgt. Das alles bei freiem Eintritt.
Überall an der Regattastrecke...

...gab es Getränkestände, Food Trucks sowie Kaffee und Kuchen, und das war in Anbetracht des heißen Frühsommerwetters durchaus angenehm. Am Ende des Geländes, auf der Höhe der Bühne gab es auch einen „original DDR Eis“-Wagen. Die Präsentation war perfekt, inklusive des seinerzeit üblichen Ignorierens der Gäste, die sich nicht genauestens an die geschriebenen und ungeschriebenen Regeln der HO-Gastronomie hielten, zuzüglich der obligatorischen Berliner Schnauze. Gottseidank hat man heutzutage die Wahl, und das Eis beim ortsansässigen Italiener war nicht nur erste Sahne, sondern auch noch günstiger.

Vom Fahrzeugspektrum war die Veranstaltung erwartungsgemäß etwas ostlastig, so waren mehrere Shiguli, Wartburg 311 inklusive Camping und Cabrio sowie Barkas und Trabant in allen Variationen zu sehen, aber auch eine erstaunliche Anzahl von Alt-Opel: diverse Kadetten, Kapitäne und weitere Rüsselsheimer Baureihen. Zudem eine ganze Truppe Triumph TR, ein aus Dessau auf eigener Achse angereister Vorkriegs-Ford, eine ganze US-Fraktion und die Bulli-Jungs aus Berlin. Unter den zahlreichen Mercedes-Benz  fielen vor allem zwei Stich-8-Kombis auf: ein Krankenwagen mit kompletter Einrichtung und eine Feuerwehr. Eher mäßig repräsentiert waren die Franzosen. Neben einer unvermeidlichen, aber recht modernen Ente und einem 404 haben vor allem zwei herausragende Amilcar die Fahne der Grande Nation hochgehalten.

Als Organisator war der MC Blütenstadt mit zahlreichen Zweirädern vor Ort, zudem konnte ein Stationärmotor von 1903 in Funktion bewundert werden. Dort  trafen wir auch den Oldtimerreporter-Frag-den-Sachverständigen Wolfram Schulz, der mit seiner GTÜ-Prüfstelle  als Sponsor der Veranstaltung auftrat. Neben einer BK und zwei DKW-Motorrädern hatte er unseren Lesern bereits bekannten VW 1600 (Typ 3) mitgebracht.

Alles in allem eine wunderbar entspannte Veranstaltung mit einer ordentlichen automobilen Vielfalt, einwandfrei organisiert, von den Einweisern über das kulinarische Angebot bis hin zu den sanitären Einrichtungen, auf einem wunderbaren Gelände direkt am Wasser der Havel.

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