Stefan Zimmermann nebst Lebensgefährtin und Jan Ritzmann sind die erfolgreichen Organisatoren.              Fotos: Oldtimerreporter.Fröhlich


Dass die Stadt Brandenburg ein Standort des Fahrzeugbaus war, gerät mehr und mehr in Vergessenheit. Der eine oder andere erinnert sich noch an das Opelwerk, in dem ab 1935 der Blitz gebaut wurde, doch die Anfänge gehen bis 1871 zurück, als die Brüder Adolf, Carl und Hermann Reichstein die Brennabor-Werke gründeten.  Nach Kinderwagen wurden dort schon bald Fahrräder, Motorräder und auch Autos gebaut. Die Fabrik  war sogar eine der ersten in Europa, die Fließbandproduktion einführte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden an selber Stelle Traktoren gebaut, später Getriebe für LO und W50. Heute residiert dort ZF Friedrichshafen. Neben Brennabor gab es weitere Fahrradhersteller, sogar Flugzeuge wurden einst an der Havel produziert. Trotz dieser vielfältigen (auto-)mobilen Vergangenheit gab es in Brandenburg kein Oldtimertreffen, wohl aber zahlreiche Oldtimerfreunde. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Stefan Zimmermann nebst Lebensgefährtin und Jan Ritzmann in die Hände spuckten und das Oldtimer Motorsport Treffen am Industriemuseum auf die Beine stellten.

Die Philosophie des Treffens ist einfach: bei freiem Eintritt erhält jeder, der mit einem Oldtimer kommt, ein kleines Präsent, logistisch unterstützt wird das Organisationstrio von Bekannten aus Gastro und dem Automotive-Bereich. Den zahlreichen Kontakten auch in die Oldtimerszene der Umgebung, wie zum MC Blütenstadt, ist zu verdanken, dass neben zahlreichen Zweirädern auch Stationärmotoren zu sehen sind. Dabei erklärt der stolze Besitzer gern die Funktionsweise dieser sehr rudimentären Maschinen.Das Treffen hat jedes Jahr ein anderes Thema: Fahrräder und Motorräder waren es in den vergangenen Jahren, dieses Jahr stand der Motorsport besonders im Fokus. Auf der kleinen Rennstrecke, die übrigens jedes Jahr Teil der Veranstaltung ist, fuhr die alte Technik um die Wette: vom Hühnerschreck bis zum Rallye-Skoda. Wer noch mehr Technik-Hunger hatte, konnte danach das  Industriemuseum selbst besuchen, zumal dort gerade eine Brennabor-Sonderausstellung zu sehen ist.
Das Highlight der Kleinen war – neben der schon fast obligatorischen Hüpfburg – ein Seifenkistenrennen. In Projektarbeit hat eine Gruppe 10 bis 14-Jähriger die kreativen Flitzer gebaut, jetzt gab es Preise zu gewinnen. Zeitgenössische Musik umrahmte die Veranstaltung. 600 Oldtimer und 2000 Besucher fanden den Weg zum Silokanal, der Erfolg gibt den Veranstaltern Recht: Ein solches Treffen ist in Brandenburg an der Havel gut aufgehoben.

Kai Fröhlichs Fotoalbum:
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