Einziges "Schwermetall" am Sonntag: der Saurer-Bus von Grenzenlos-Reisen.
Fotos: Oldtimerreporter.Fröhlich


Sollte es wirklich eins von fünf weltweit noch vorhandenen Typ 34-Cabrios sein? So viele existieren laut Karmann-Ghia-Spezialist Lee Hedges noch, zwei davon stehen bei Volkswagen in Wolfsburg und Osnabrück.
Ist das Coupé des „großen Karmann“ schon hübsch anzuschauen – das Cabrio fasziniert mit betörender Schönheit. Gut, das vorliegende Exemplar auf dem Besucherparkplatz der Oldtimertage Berlin-Brandenburg ist dann doch ein Umbau. Die Bodenplatte mit der Scheibenbremsachse und dem entsprechenden 1600er Motor hätte ja nachträglich hinzugefügt sein können, aber der große Tacho (ab 1965) entlarvt den nachträglichen Aufschnitt. Die existierenden echten Cabrios stammen alle aus den ersten Jahrgängen.

Wenigstens war es Cabriowetter an diesem Sonntag, ganz im Gegensatz zum ersten Tag der Veranstaltung. Der Andrang auch der Fahrzeuge verteilte sich etwas besser als letztes Jahr über den gesamten Tag, so musste selbst um 16 Uhr noch vor der Präsentationsbühne angestanden werden. Zu sehen war wieder vielerlei: ein Ex-Leichenwagen auf W 123er Basis, jetzt passenderweise Firmenwagen einer Kanzlei für Erbrecht, ein historischer und ein neuer Melkus. Für unsere West-Berliner Leser: Heinz Melkus baute Ende der sechziger / Anfang siebziger Jahre am DDR-Regime vorbei einen Sportwagen auf Wartburg-353-Fahrgestell. Sein Sohn Peter lässt heute die Produktion wieder aufleben und baut die Rennwagen nach Kundenwunsch komplett neu.
Auf dem Außengelände der Classic Remise, wo ich mir letztes Jahr noch Heidi Hetzers Fahrzeugwahl für die damals geplante und im April dieses Jahres beendete Afrikafahrt erklären ließ, waren gefühlt etwas mehr Teilehändler vertreten. Das tut der Veranstaltung gut. Heidi hingegen hat inzwischen, wie berichtet, ihre letzte Reise angetreten.
Auf dem Besucherparkplatz schienen etwas mehr großvolumige Amis präsent, aber die Schwermetallfraktion war wieder schwach vertreten. Einzig ein Saurer-Omnibus von 1959 (darüber später mehr) und – nur am Samstag – ein Büssing D2U der AG Traditionsbus Berlin.
Dafür gab es einige schöne und einige sehr skurrile Zweiräder, so ein Ner-a-car, bei dem man eher hinter als über dem Motor sitzt. Nicht weniger als rund 16.000 Exemplare dieses exzentrischen Motorrads wurden im Laufe der Zwanziger Jahre in Großbritannien und den USA gebaut.

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