Geschichte pur - das Ziel der Genusstour war die historische Raststätte Dreilinden, auf der ja eigentlich mal ein Oldtimer-Zentrum entstehen sollte.
Fotos: Oldtimerreporter.Fröhlich


Julian und Luzian Born, wochentags Oldtimer-Vermieter und –Vermittler, hatten das Konzept des Oldtimer Open Air etwas umgebaut: statt zwei Tage Ausstellung plus kleine Ausfahrt standen jetzt eine größere und vor allem gehaltvollere Ausfahrt und ein richtiger Tag Oldtimertreffen auf dem Plan. Der Anspruch war, nicht nur ein mehr oder minder genüssliches Cruisen entlang Brandenburger Landstraßen abzuspulen, sondern ein geschmackvolles Tagesevent auf die Beine zu stellen, eben eine Genusstour.
Startpunkt war die Zitadelle Spandau – Zentrum des Geschehens des Folgetages. Von dort fanden sich die Teilnehmer erstaunlich schnell in den entspannten Vierteln am Havelufer wieder, und spätestens in Sacrow stellte sich Brandenburger Landleben-Feeling ein.

Sodann an Potsdam und Golm vorbei führte die Strecke durch ein Sumpfgebiet auf einem Knüppeldamm, wo selbst PKW kaum aneinander vorbei passen. In Werder noch flugs ein Stück gen Westen, bevor das liebevoll gestaltete Roadbook die Fahrer wieder auf einsame Landstraßen Richtung Kloster Lehnin schickte.


Romantische Rast im Klosterhof...


Dort, auf dem Klosterhof, war Mittagsrast angesagt. Ein wahrhaft genüssliches Büffet stand bereit, und auf dem schattigen Hof ließ es sich angenehm speisen, entspannen und plauschen.
Unterwegs waren bereits die ersten Aufgaben erfüllt worden: Wissensfrage, Schätzfrage und „Einparken“ mit dem Oldie. Gar nicht so einfach ohne Parksensoren – oder wenn man nur wenige Tage pro Jahr mit dem Schätzchen fährt. Davon hatten sich übrigens 24 angemeldet, von dreißiger bis neunziger Jahre, von R4 bis Packard Super Eight. Insgesamt waren 3861 PS unterwegs.
Für Interessierte gab es eine Klosterführung, aber auch sonst mochte man sich kaum von dem nichts als Ruhe ausstrahlenden Ambiente der Anlage losreißen, doch es galt, noch weitere Aufgaben zu erledigen.


Schweres Gerät - ein Packard war auch auf dem "Knüppeldamm" dabei.


An der fast schon bizarren Landschaft der nördlichen Zauche vorbei ging es zurück ans Wasser: Durch Schwielowsee und Caputh und dann hinein ins Nuthetal. Hier, am Bahnhof Saarmund, warteten weitere Prüfungen auf die 47 Teilnehmer der RBC Genusstour. Hintenrum durch die kalte Küche über Drewitz, Babelsberg und Wannsee ging es letztendlich zum ehemaligen Grenzkontrollpunkt Dreilinden. Dort, am Fuße der alten Raststätte, gab es nochmal Kaffee und Kuchen, und der für das Treffen am Folgetag extra eingeflogene Moderator Andreas Hoffman-Sinnhuber verlieh dem Gewinner der Prüfungen seinen Pokal. Als Überraschungs- und Abschiedsgeschenk bekam jeder ein Quartett, das aus allen teilnehmenden Fahrzeugen bestand- eine gelungene Idee! Nach dem abschließenden Gruppenfoto kehren alle Teilnehmen müde aber zufrieden nach Hause zurück.