Setras S7 hatte einst 28 Fahrgastplätze und ist mit knapp 7,70 auch nicht länger als ein komfortables, aktuelles Wohnmobil. Die 132-PS-Henschel-Maschine ist unkaputtbar - sagt man.
Fotos: Oldtimerreporter.Fröhlich.


Daniël Querido ist eigentlich den Göttinnen verfallen. Auf dem Hof sind immer zahlreiche ID und DS zu finden, in jeglich denkbaren Zuständen. Um den citroeniden Damen Gesellschaft zu leisten, hat er vor fünf Jahren einen Herrn namens 319 an Land gezogen. Genauer gesagt hat er aus einem L 319 und einem O 319 einen wahrhaft herrschaftlichen Fensterbus gemacht. Kurz danach  haben sich gleich mehrere Hanomag Kurier bei ihm eingefunden. Und was ist die logische Konsequenz, wenn man Reisebus und Hanomag zusammenführt und etwas größer denkt? Genau, ein Setra S 7.

Angetrieben von einem Henschel-Motor (Okay, Hanomag und Henschel fusionierten erst 1969, während sein Kässbohrer von 1967 ist, aber es passt so schön in die Story), der 132 PS aus 6,1 Liter Hubraum schöpft. Mit 7,49 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht für Inhaber der alten Führerscheinklasse drei ohne weiteres fahrbar.


Club-Charakter: Die Einrichtung strahlt English-Pub-Atmosphäre aus.


Daniël lebt allerdings in den Niederlanden, er musste für dieses Fahrzeug extra den Führerschein C machen und darf jetzt maximal acht Mitfahrer chauffieren. Seine zweite Tour mit dem Überlandbus führte ihn samt Töchterlein nach Brandenburg, wo diese Fotos entstanden.
Die ausgesprochen rustikale aber funktionelle Inneneinrichtung hat er vom Vorbesitzer übernommen. Mich erinnert sie irgendwie an einen English Pub – Daniël gefällt sie, also bleibt sie so. Thema Technik: kein Grund zur Sorge. Unkaputtbar. Bustechnik aus der guten, alten Zeit.
Setras Omnibusgeschichte hatte mit dem rundlichen S 8 begonnen. Danach folgten (chronologisch) S 10, 6, 9, 12 und 14. Der S 7 debütierte 1965 mit einem modernen, etwas kantigeren Design. Der Nachfolger hieß S 80 und die größeren Brüder S 100 bis S 150.

Der Klub zum Bus: www.setra-club.de