Vintage-Truck.de

 

Ja, auch Lkw - oder neudeutsch Trucks - gibt es als Oldtimer. Und das Interesse steigt. Wir sehen das an den Zugriffszahlen auf unsere Nutzfahrzeug-Artikel. Und deshalb haben wir das dazugehörende Web-Magazin hier eingeführt. Es ist ganz leicht und direkt über die Internetadresse www.vintage-truck.de erreichbar. Viel Spaß dabei!

 

Der Große mit Doppelkabine (hier mit untenliegenden Scheinwerfern) und Tankauflieger.
Fotos: Daimler AG.


Bis in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war es eigentlich nahezu völlig wurscht, wie groß oder lang ein Lastkraftwagen zu sein hatte. Fast von Anfang an setzte sich die Bauweise der Hauben-LKW durch. Sprich: größtmögliche Ladefläche, Fahrerkabine und Motor davor. Doch ein Beschluss des Verkehrsministers setzte dem maßlosen Treiben ein Ende. Es kam die Längenbeschränkung für Lastwagen. Was die Kreativität des Untertürkheimer Autobauers beflügelte.
Was tun? Sprach nicht nur Zeus, das fragte sich vor allem Daimler-Benz. Wenn man engere Vorgaben hat, dann muss man auch Ideen haben. Die Nutzfläche ist bekanntermaßen das Wichtigste bei einem LKW. Also muss jene unangetastet bleiben. Was bleibt dann also noch? Richtig. Der Rest.

1965-er LS 911 Sattelzugmaschine mit Ackermann Pritschenauflieger.
Fotos: Hersteller


Ein üppiger Vorbau mag Sängerinnen zweifelhafter Güte zu Auftritten verhelfen, nicht aber dem Absatz von Lastwagen. Denn da zählte jeder Zentimeter Ladefläche, was Mercedes-Benz dazu brachte, 1959 die so genannten Kurzhauber mit reduziertem Vorderwagen einzuführen. Mercedes-Benz besann sich 1959 mit der völlig neuen Lastwagen-Generation auf die goldene Mitte: Die klassischen Lkw mit langer Motorhaube und freistehenden Kotflügeln wurden nicht auf einen Schlag durch Frontlenker mit komplett unter dem Fahrerhaus liegendem Motor abgelöst, sondern durch die so genannten „Kurzhauber“. Dabei rückte der Motor nur ein Stück unter die Kabine, und die Fahrzeugfront zeichnete eine kurze, runde Haube aus. Gestalterisch orientierte sich der Kurzhauber mit integrierten Scheinwerfern und Kotflügeln deutlich an den Stuttgarter Ponton-Limousinen.

„Two-Box-Design“: Aufbau eckig, Führerhaus eckig.     Fotos(3): Daimler AG


1963 sah man sich in Untertürkheim genötigt, auch im LKW-Bereich der Mode Rechnung zu tragen. Und konzipierte gleich eine komplett neue LKW-Generation. Von sechs Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bis Open End, wenn man so möchte.